Donnerstag, 01. Januar 2026

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Flachwasserboot und Sportbootführerschein

Zum Thema Bootsführerschein gibt es folgendes zu sagen:

Am 17.10.12 ist endlich die lange angekündigte Sportbootführerscheinreform in Kraft getreten. Im See- und Binnenbereich darf ein Sportboot mit einer Motorisierung von bis zu 15 PS führerscheinfrei gefahren werden. Allerdings darf das „Kleingedruckte“ nicht übersehen werden.

1.) Der Bootsführer muss mindestens 16 Jahre alt sein. Im Seebereich gibt es eine Ausnahme: Hier dürfen Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren weiterhin Sportboote mit bis zu 5 PS Antriebsleistung (an der Welle) führen. Eine Altersuntergrenze gibt es nicht, die elterliche Aufsichtspflicht bleibt unberührt.

2.) Die Führerscheinpflichtgrenze von 15 PS gilt nicht für den Rhein, die Landesgewässer und den Bodensee; hier bleibt es weiterhin bei 5 PS.

3.) Zum Segelsurfen wird nun bundesweit kein Sportbootführerschein mehr benötigt.

Diese Regelungen gelten nur in Deutschland. Den genauen Wortlaut aller Änderungen findet man im Bundesgesetzblatt Nr. 47 Teil I S. 2102.

 

Wer trotzdem ein bisschen was dazu lernen möchte kann hier einige Prüfungsfragen für den Sportbootführerschein beantworten: Link

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neues Flachwasserboot in Dienst gestellt

Der Landkreis Aschaffenburg hat im Zuge des Katastrophenschutzes 7 Flachwasserboote (RTB1) gekauft. Davon ist eines dauerhaft in Schimborn stationiert und soll zur Personenrettung, -suche sowie zur Eisrettung im Winter genutzt werden. Darüberhinaus werden bei überörtlichen Einsätzen (z.B. im Katastrophenfall) die Boote aus Hösbach und Heimbuchenthal in Schimborn auf den Anhänger verladen, sodass die FF Schimborn mit drei Booten und passender Besatzung in das betroffene Gebiet ausrücken kann.

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Wir danken dem Landkreis Aschaffenburg und der Kreisbrandinspektion für das Vertrauen!

 

Details zum Boot sowie Bilder hier.

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Erlebnisbericht - Zugalarm

 

Ein Erlebnisbericht von Rebecca B. die ihren ersten Zugalarm  erlebt hat:

Am Samstag, dem 03.05.2014, wurde gegen 12.30 Uhr der Löschzug 4 mit der FW Mömbris und der FW Schimborn alarmiert, um die Einsatzkräfte der Stadt Aschaffenburg beim Großbrand in der Fa. Westarp zu unterstützen bzw. abzulösen (s. Bericht des KFV Aschaffenburg).

Allein die Tatsache der Löschzug- Alarmierung war schon etwas Besonderes, da dies (glücklicherweise) selten vorkommt. Wir trafen uns am Schimborner Feuerwehrhaus, um mit unserem LF 16 / 12 zu dem vereinbarten Treffpunkt mit der FW Mömbris an der Kreuzung ST 2305 / ST 2309 zu fahren. Mit einer Besatzung von 1 / 7 (also 8 Einsatzkräften) schlossen wir uns dort dem Mömbriser Konvoi an und fuhren zum Aschaffenburger Hafen. Auf dem Weg dorthin waren auch die anderen Verkehrsteilnehmer, sowohl Fußgänger als auch Fahrzeugführer, beeindruckt, die insgesamt 4 roten Feuerwehrautos mit Blaulicht zu sehen; die Gesichter dieser Leute sprachen Bände…

In Aschaffenburg angekommen, hörten wir dann über Funk mit, dass der „Zug Schimborn“ eingetroffen und somit die Ablösung für die dortigen Einsatzkräfte in Sicht sei. Das führte zu allgemeinem Grinsen unsererseits, denn korrekterweise war dies ja der Löschzug 4 mit Mömbris und Schimborn. Ich glaube, die Mömbriser Einsatzkräfte fanden das nicht ganz so lustig wie wir… Zunächst machten sich dann der Zugführer („Oberchef“ für unsere Armada) und die drei Gruppenführer (jeweilige Chefs für die Löschfahrzeuge) auf den Weg, um die Lage zu erkunden und unseren Einsatzbereich zu erfahren. Nach ihrer Rückkehr wurde uns mitgeteilt, dass wir uns zu einem Sammelpunkt begeben und dort mit Atemschutzgeräten und Zubehör ausgerüstet werden (natürlich nur diejenigen, die auch Atemschutzgeräteträger sind). Das war aufgrund des ganzen Rauchs und Qualms, der selbst am Sammelpunkt herrschte, bitter nötig, denn im direkten Gefahrenbereich war es noch viel schlimmer. So wurden –am Sammelpunkt eingetroffen- vorerst zwei Trupps (also vier Personen) von der dort stationierten Atemschutzleitung ausgerüstet, ein Trupp von Mömbris und einer von Schimborn. Aufgabe war es, an einem bestimmten Bereich der Halle die von Baggerfahrern heraus transportierten Papierberge abzulöschen. Und so ging das mehrere Stunden: immer wieder wurden die Trupps, die dann teilweise auch mit Filtern (also ohne Zusatzluft) im Einsatz waren, gewechselt; denn die Luft in einer Atemschutzflasche hält nur begrenzte Zeit und die Arbeit mit dem Filter sollte auch nur 1 ½ Stunden am Stück gemacht werden, wie ich lernte.

Diejenigen, die am Sammelpunkt waren, sahen regelmäßig mit immer noch qualmendem Papier voll beladene Laster in Richtung eines extra Abschlöschplatzes hin und leere zurück zum Gefahrenbereich fahren. Etwas verdutzt schauten dann jedoch alle, als plötzlich ein Auto von Pizza Joe angefahren kam. Dieses war zwar auch rot und passte somit farblich, aber wer sich jetzt eine Pizza bestellt hatte, fragte sich wohl jeder im ersten Moment. Zur Freude aller stellte sich dann aber heraus, dass dies die Verpflegung für alle Einsatzkräfte darstellte; der Lieferant hatte ca 15 Familienpizzen geliefert… Zusammen mit den Getränken am Sammelpunkt waren wir nun gut versorgt. 

Gegen 17 Uhr kam dann unsere Ablösung: die gleiche Mannschaft der Stadt Aschaffenburg, die wir gegen Mittag abgelöst hatten. Wir packten zusammen und warteten natürlich noch auf unsere Kameraden, die im Gefahrenbereich erst ausgetauscht werden mussten, aber dann ging es nach gut 4 ½ Stunden im Konvoi – diesmal ohne Blaulicht- wieder heim. Im Feuerwehrhaus angekommen, wurde unser LF wieder einsatzbereit gemacht und wir alle hängten unsere Einsatzkleidung zum Lüften außen an unseren Spind, denn die muss dann erst einmal zum Waschen weg… Sowohl die Kleidung als auch wir selbst stanken und so war, denk ich, jeder froh, als er daheim erst einmal unter die Dusche konnte….

Und so war es ein sowohl sehr interessanter, als auch sehr geruchsintensiver Samstagnachmittag, den wir gerne im freiwilligen Dienst verbracht haben.

 

Bilder und den Einsatzbericht gibt es hier.

 

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