Mittwoch, 23. Oktober 2019

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Gefahrgutübung - Alarmstufe 7 - Laufach

Die Feuerwehr Schimborn nahm am 05.03.2011 an der Alarmstufe 7 Übung "Dampfkessel" in Laufach Fronhofen mit.

Nach Alarmierung des Löschzuges 4 des Landkreises Aschaffenburg stellten die Schimborner und Mömbriser Wehrleute weitere Atemschutztrupps die unter Chemikalienschutzanzügen zum Einsatz kammen.

Nachfolgend lesen Sie zwei Berichte zu dieser Übung.

Gefahrgutunfall - Salpetersäure läuft aus Waggon
Übung - Großaufgebot probt Ernstfall Blaulichter, rote Einsatzfahrzeuge, unzählige Feuerwehrleute: Gefahrgutunfall am Samstag auf der Bahnstrecke bei Laufach – gefährliche Salpetersäure läuft aus. Mit einem aufwändigen Szenario nutzte ein Großaufgebot der Feuerwehren die Sperrung der Bahnstrecke für eine große Übung.
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Bilderserie, "Gefahrgutunfall - Großaufgebot probt Ernstfall", Ralf Hettler
Gegen 9.30 Uhr hatte der Zugführer einer Diesellok die DB Betriebszentrale Frankfurt über den angenommenen Zwischenfall auf der Bahnstrecke zwischen Aschaffenburg und Würzburg informiert. Er meldet eine Berührung mit einem hochgeschleuderten Metallgegenstand, der einen Kesselwagen so schwer beschädigte, dass durch das Leck 65-prozentige Salpetersäure austrat.
Für die realistische Darstellung der Schadenslage kam ein spezieller Übungszug der Deutschen Bahn zum Einsatz. Dieser Sonderzug wird von der Bahn speziell für die Ausbildung der Rettungskräfte vorgehalten, es können verschiedene Schadenslagen dargestellt werden.
Über die Feuerwehreinsatzzentrale in Aschaffenburg wird die „Alarmstufe 7“ ausgelöst und neben der örtlich zuständigen Feuerwehr Laufach zahlreiche weitere Feuerwehren (siehe auch Stichwort „Eingesetzte Kräfte“) hinzualarmiert. Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung treffen die ersten Kräfte auf dem Übungsgelände ein.
Schnell ist die Brisanz der Schadenslage klar, die Erstmaßnahmen laufen an. Die Einsatzstelle wird weiträumig abgesperrt und erste Gefahrstoffmessungen vorgenommen. Während sich Wehrleute mit Atemschutz und Chemikalienschutzanzügen ausrüsten, wird die Oberleitung nach deren Abschaltung durch andere Wehrleute geerdet, um mögliche Gefahren durch die Starkstromleitung auszuschalten.
Unter den speziellen Chemikalienschutzanzügen und Atemschutz gestalten sich die Arbeiten am Kesselwagen schwierig und bedeuten für die Wehrleute an vorderster Front eine extreme körperliche Herausforderung.
Für die eingesetzten Kräfte wird ein Dekontaminationsplatz eingerichtet, auf welchem die Schutzanzüge dekontaminiert werden. Erwas abseits der Schadensstelle formiert sich unter Einsatzleiter Kreisbrandinspektor Frank Wissel die Einsatzleitung.
Nach einiger Zeit gelingt es, die Leckage abzudichten. Aufgefangene Säure wird mittels speziellen Gefahrgutpumpen aus den Auffangwannen in Fässer umgepumpt und die bereits ausgelaufene Flüssigkeit mit Chemikalienbindemittel abgestreut. Während der Übung nahm der Messzug des Landkreises an mehreren speziell präparierten Messpunkten reale Gefahrstoffmessungen vor. Nach gut drei Stunden ist das Übungsziel erreicht.
Kreisbrandmeister Norbert Böcher, der die Übungsleitung hatte, zeigte sich im Anschluss an die Übung zufrieden. Jede praktische Ausbildung trage dazu bei, neue Erfahrungen zu sammeln oder vorhandene Kenntnisse zu vertiefen. Insbesondere bei Gefahrguteinsätzen sei nicht die Geschwindigkeit entscheidend. Vielmehr stehe das zielorientierte Vorgehen und die Sicherheit für eigene Kräfte sowie der Umgebung im Vordergrund. Wegen der derzeitige Sperrung der Bahnstrecke und den speziellen Übungszug habe man die Möglichkeit gehabt, doch recht realistisch zu üben.
Ralf Hettler
Stichwort: Alarmstufe 7
In Bayern unterscheidet man sieben Alarmstufen. Während die Alarmstufen 1 bis 3 bei Bränden und die Alarmstufen 4 bis 6 zu technischen Hilfeleistungen alarmieren, wird die Alarmstufe 7 bei Unfällen mit Gefahrgütern (Chemie, Mineralöl, Gas, wassergefährdende Stoffe, biologische oder radioaktive Stoffe) ausgelöst. Neben der örtlich zuständigen Feuerwehr werden dabei weitere Kräfte, insbesondere mit Spezialfahrzeugen und –ausrüstung hinzualarmiert. rah
Stichwort: Eingesetzte Kräfte
Mit der Alarmstufe 7 wurden die Feuerwehren Laufach, Werkfeuerwehr Düker, Goldbach, Sailauf, Aschaffenburg, Großostheim und Waldaschaff alarmiert. Weiterhin kam der Zug 4 des Landkreises mit den Feuerwehren aus Mömbris und Schimborn, sowie der Messzug des Landkreises, dem die Feuerwehren Königshofen, Stockstadt, Kahl, Alzenau, Krombach, Weibersbrunn, Rottenberg, Haibach und die Werkfeuerwehr Sappi zum Einsatz. Die Einsatzleitung wurde durch die Kreisbrandinspektion, unterstützt von der Unterstützungsgruppe Örtlicher Einsatzleiter aus Glattbach, gestellt. Die Verpflegung für alle Kräfte wurde durch die Verpflegungskomponente des Landkreises (Feuerwehren Hohl und Goldbach) mit der Feldküche sichergestellt. Das BRK Laufach übernahm die Absicherung der Übungsteilnehmer. Beobachter der Übung waren hochrangige Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr Frankfurt, der Feuerwehr Aschaffenburg, der Deutschen Bahn Notfallmanagement, des Landratsamtes, der Regierung von Unterfranken sowie der Bundespolizei. Insgesamt waren über 200 Personen an der Übung beteiligt. Die Übung wurde durch Kreisbrandmeister Norbert Böcher geplant, unterstützt von Kreisbrandmeister Martin Hock, Klaus Müller (Deutsche Bahn) sowie der Feuerwehr Bessenbach. rah

Die Feuerwehr Schimborn nahm am 05.03.2011 an der Alarmstufe 7 Übung "Dampfkessel" in Laufach Fronhofen mit.

Nach Alarmierung des Löschzuges 4 des Landkreises Aschaffenburg stellten die Schimborner und Mömbriser Wehrleute weitere Atemschutztrupps die unter Chemikalienschutzanzügen zum Einsatz kammen.

as7_laufach

Nachfolgend lesen Sie zwei Berichte zu dieser Übung.

 

Bericht Main-Echo vom 07.02.2011 - Ralf Hettler

Gefahrgutunfall - Salpetersäure läuft aus WaggonÜbung - Großaufgebot probt Ernstfall

Blaulichter, rote Einsatzfahrzeuge, unzählige Feuerwehrleute: Gefahrgutunfall am Samstag auf der Bahnstrecke bei Laufach – gefährliche Salpetersäure läuft aus. Mit einem aufwändigen Szenario nutzte ein Großaufgebot der Feuerwehren die Sperrung der Bahnstrecke für eine große Übung. 

Gegen 9.30 Uhr hatte der Zugführer einer Diesellok die DB Betriebszentrale Frankfurt über den angenommenen Zwischenfall auf der Bahnstrecke zwischen Aschaffenburg und Würzburg informiert. Er meldet eine Berührung mit einem hochgeschleuderten Metallgegenstand, der einen Kesselwagen so schwer beschädigte, dass durch das Leck 65-prozentige Salpetersäure austrat.

Für die realistische Darstellung der Schadenslage kam ein spezieller Übungszug der Deutschen Bahn zum Einsatz. Dieser Sonderzug wird von der Bahn speziell für die Ausbildung der Rettungskräfte vorgehalten, es können verschiedene Schadenslagen dargestellt werden. 

Über die Feuerwehreinsatzzentrale in Aschaffenburg wird die „Alarmstufe 7“ ausgelöst und neben der örtlich zuständigen Feuerwehr Laufach zahlreiche weitere Feuerwehren (siehe auch Stichwort „Eingesetzte Kräfte“) hinzualarmiert. Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung treffen die ersten Kräfte auf dem Übungsgelände ein.

Schnell ist die Brisanz der Schadenslage klar, die Erstmaßnahmen laufen an. Die Einsatzstelle wird weiträumig abgesperrt und erste Gefahrstoffmessungen vorgenommen. Während sich Wehrleute mit Atemschutz und Chemikalienschutzanzügen ausrüsten, wird die Oberleitung nach deren Abschaltung durch andere Wehrleute geerdet, um mögliche Gefahren durch die Starkstromleitung auszuschalten. Unter den speziellen Chemikalienschutzanzügen und Atemschutz gestalten sich die Arbeiten am Kesselwagen schwierig und bedeuten für die Wehrleute an vorderster Front eine extreme körperliche Herausforderung.

Für die eingesetzten Kräfte wird ein Dekontaminationsplatz eingerichtet, auf welchem die Schutzanzüge dekontaminiert werden. Etwas abseits der Schadensstelle formiert sich unter Einsatzleiter Kreisbrandinspektor Frank Wissel die Einsatzleitung.

Nach einiger Zeit gelingt es, die Leckage abzudichten. Aufgefangene Säure wird mittels speziellen Gefahrgutpumpen aus den Auffangwannen in Fässer umgepumpt und die bereits ausgelaufene Flüssigkeit mit Chemikalienbindemittel abgestreut. Während der Übung nahm der Messzug des Landkreises an mehreren speziell präparierten Messpunkten reale Gefahrstoffmessungen vor. Nach gut drei Stunden ist das Übungsziel erreicht.

Kreisbrandmeister Norbert Böcher, der die Übungsleitung hatte, zeigte sich im Anschluss an die Übung zufrieden. Jede praktische Ausbildung trage dazu bei, neue Erfahrungen zu sammeln oder vorhandene Kenntnisse zu vertiefen. Insbesondere bei Gefahrguteinsätzen sei nicht die Geschwindigkeit entscheidend. Vielmehr stehe das zielorientierte Vorgehen und die Sicherheit für eigene Kräfte sowie der Umgebung im Vordergrund. Wegen der derzeitige Sperrung der Bahnstrecke und den speziellen Übungszug habe man die Möglichkeit gehabt, doch recht realistisch zu üben.

Ralf Hettler

Stichwort: Alarmstufe 7

In Bayern unterscheidet man sieben Alarmstufen. Während die Alarmstufen 1 bis 3 bei Bränden und die Alarmstufen 4 bis 6 zu technischen Hilfeleistungen alarmieren, wird die Alarmstufe 7 bei Unfällen mit Gefahrgütern (Chemie, Mineralöl, Gas, wassergefährdende Stoffe, biologische oder radioaktive Stoffe) ausgelöst. Neben der örtlich zuständigen Feuerwehr werden dabei weitere Kräfte, insbesondere mit Spezialfahrzeugen und –ausrüstung hinzualarmiert. rah

Stichwort: Eingesetzte Kräfte

Mit der Alarmstufe 7 wurden die Feuerwehren Laufach, Werkfeuerwehr Düker, Goldbach, Sailauf, Aschaffenburg, Großostheim und Waldaschaff alarmiert. Weiterhin kam der Zug 4 des Landkreises mit den Feuerwehren aus Mömbris und Schimborn, sowie der Messzug des Landkreises, dem die Feuerwehren Königshofen, Stockstadt, Kahl, Alzenau, Krombach, Weibersbrunn, Rottenberg, Haibach und die Werkfeuerwehr Sappi zum Einsatz. Die Einsatzleitung wurde durch die Kreisbrandinspektion, unterstützt von der Unterstützungsgruppe Örtlicher Einsatzleiter aus Glattbach, gestellt. Die Verpflegung für alle Kräfte wurde durch die Verpflegungskomponente des Landkreises (Feuerwehren Hohl und Goldbach) mit der Feldküche sichergestellt. Das BRK Laufach übernahm die Absicherung der Übungsteilnehmer. Beobachter der Übung waren hochrangige Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr Frankfurt, der Feuerwehr Aschaffenburg, der Deutschen Bahn Notfallmanagement, des Landratsamtes, der Regierung von Unterfranken sowie der Bundespolizei. Insgesamt waren über 200 Personen an der Übung beteiligt. Die Übung wurde durch Kreisbrandmeister Norbert Böcher geplant, unterstützt von Kreisbrandmeister Martin Hock, Klaus Müller (Deutsche Bahn) sowie der Feuerwehr Bessenbach. rah

 

Quelle: www.main-netz.de

 

Bericht des Kreisfeuerwehrverbandes Aschaffenburg

Gefahrgutunfall auf der Bahnstrecke Würzburg-Aschaffenburg im Bereich Laufach, OT Frohnhofen. Betroffen Übungsgüterzug der Deutschen Bahn mit einem Kesselwagen mit 10.000 Liter Salpetersäure. Rettungskräfte sind mit Chemikalienschutzanzug im Einsatz. Gefahrgut wird aufgefangen und umgepumpt.

Ca. 170 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit 40 Fahrzeugen aus dem gesamten Landkreis.

Fachberater Chemie vor Ort.

Messzug hat an wichtigen Punkten in der näheren Umgebung Messungen durchgeführt.

Mehrere Einsatzabschnitte:

-          Schadensbekämpfung vor Ort

-          Dekontaminationsplatz

-          Messzug

-          Bereitstellungsraum

Einsatzleiter: Kreisbrandinspektor Frank Wissel

Übungsbeobachter: Regierung von Unterfranken, Polizei, Bundespolizei, Landrat

1 Rettungswagen des BRK Laufach mit Arzt zur Absicherung der eingesetzten Kräfte

Übungsbeginn: 09:30 Uhr

Übungsende:     12:00 Uhr

Besonderheit: Übungszug der Deutschen Bahn, Übung im Bereich der Gleisanlage. Streckensperrung wegen Brückenabriss.

gez. Johannes Franz

Mitglied der Pressebetreuungsgruppe Landkreis Aschaffenburg

Quelle: www.kfv-ab.de

 

Bilder sind in unserer Bildergalerie oder unter www.Main-Netz.de

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